Ayurvedaernährung vegetarisch?


Was wirklich in den Schriften des Ayurveda steht

In vielen Büchern und in den Medien wird die Ernährung nach den Regeln des Ayurveda als »vegetarisch« bezeichnet. Doch in einer der wichtigsten Ayurvedaschriften, der Caraka Samhita, wird Fleisch für die tägliche Ernährung empfohlen und in den anderen Werken gibt es keine generellen Verbote von Fleisch. Viele Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten verbinden den Ayurveda zwangsläufig mit den Lehren des Yoga oder der Bagavad Gita. Das ist jedoch so, als würde man die westliche Medizin zwangsläufig mit dem Christentum oder westlicher philosophischer Erklärungsmodelle verbinden. Die Autoren der Ayurvedaschriften waren stets bemüht, Aussagen mit religiösem Bezug zu meiden. Wenn Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Verzicht von Fleisch empfehlen, können dies Anweisungen sein, die einen Therapieerfolg begünstigen. Ob dies auch für die alltägliche Ernährung gilt, scheint fraglich. Für etliche Sorten von Fleisch werden in den Ayurvedaschriften viele positive Eigenschaften genannt.

Fundierte Empfehlungen
Klare Aussagen zum Fleischkonsum finden Sie im Ernährungsteil des Buches »Das Balance-Prinzip«. Hier gibt es zu über 120 Lebensmitteln eine Beschreibung der Wirkungen, wie sie in den Ayurveda-Schriften der Caraka Samhita , Susruta Samhita, Astanga Hrdayam, Astanga Samgraha, Madanapala Nighantu und Bhavaprakasa genannt sind. Ergänzend gibt es die Informationen aus der Chinesischen Diätetik, der Traditionellen Europäischen und Unani-Medizin sowie von Hildegard von Bingen und aus Sicht der anthroposophischen Ernährungslehre.

Individuelle Ernährung
Eine generelle Empfehlung für den Verzicht auf Fleisch scheint unangemessen, weil sie weder aus den Schriften des Ayurveda begründet werden kann, noch die individuellen Voraussetzungen jedes Einzelnen berücksichtigt.

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